Klimagourmet Hintergrundinformationen

Klimagourmet

Sei ein Klimagourmet

Entdecke die schönsten Locations in Frankfurt und teile Entdeckungen mit uns.

Unsere Stadt hat eine Menge zu bieten, wenn es um klimafreundliche und nachhaltige, vegetarische und vegane, regionale, saisonale und faire Ernährung geht: Gegenüber eröffnet ein süßes Café, mittendrin gibt’s ein Urban-Gardening-Projekt und dass der Leiter einer bekannten Restaurantfiliale sein Angebot aus der Region bezieht, wissen vielleicht die wenigsten. Das ändert sich mit Klimagourmet: Die Plattform soll deine interaktive Anlaufstelle werden, damit du digital nachschlagen und analog erleben kannst. Je mehr mithelfen, sich einbringen und schöne Entdeckungen melden, desto reicher und vielfältiger wird das Agebot. Klimagourmet ist nur komplett mit user generated Input, also Inhalten von dir.

edelkiosk

Frankfurt, zeig dich

Hier präsentieren engagierte Menschen und Macher ihre Ideen und Arbeiten.

Im Rhein-Main-Gebiet tummeln sich Menschen, die sich eine hohe Lebensqualität in einer schönen Umwelt wünschen und etwas dafür tun möchten. Diesen Menschen – ob in Unternehmen, Initiativen oder als Inhaber junger Geschäftsideen – will Klimagourmet eine Brücke sein und eine professionelle Präsentationsfläche. Initiativen zeigen sich anhand eines umfangreichen Profils, und Anbieter klimafreundlicher und nachhaltiger Lebensmittel können vom Konsumenten über den interaktiven Guide gefunden werden.

Gemeinsam realisieren Klimagourmets den digitalen und analogen Netzwerkgedanken, in dem man einander motiviert, unterstützt, profitiert und inspiriert. Vielleicht sogar über die Grenzen der Region hinaus.

Food

Was bedeutet gute Ernährung?

Dein Essen kann nicht sprechen, aber es kann erzählen.

Manche Geschichten reichen bis in den Regenwald. Andere handeln von der Rhein-Main-Region und von Menschen, die mit Hingabe dafür sorgen, dass leckere Sachen auf deinem Teller landen. Begonnen bei der Bereitstellung des Landes und beim Anbau, über die Produktion, den Transport, die Lagerung, die Weiterverarbeitung bis hin zum Handel, zur Verpackung und Zubereitung – all diese Prozesse spielen eine Rolle für die Ökobilanz.

Die Ziele einer bewussten, nachhaltigen Ernährungsweise sind vielseitig: Es geht um das Wohl von wilden Tieren und Nutztieren. Landwirte und Länder, die vom Agrarwesen leben, sollen ihre Lebensgrundlage haben. Der Erhalt der Arten- und Pflanzenvielfalt ist wichtig für unser Ökosystem, was wiederum einen fruchtbaren Boden braucht. Die Produktionsgeschichte deines Essens hat auch etwas mit dem Verbrauch von endlichen und knappen Ressourcen zu tun wie Kohle, Öl oder Wasser, die es zu sparen gilt. Und Essen hat wie alles, was produziert wird, einen CO2-Fußadruck. Nicht zuletzt geht es um deine Gesundheit, die Freude am Essen und seiner Geschichte. Es gilt, je kürzer die Produktionskette, desto besser.

Aber eines hat alles, was wir essen, gemeinsam: Die vielen Geschichten reichen alle bis in die Zukunft der heranwachsenden Generationen, die wir mitbestimmen durch unsere Wahl beim Genießen, Erleben und Einkaufen.

Kachel_Guide

Die Umwelt lieben und lecker leben

Du kannst schon viel tun, indem du auf deine Ernährung achtest.

Mit dem Kauf regionaler Produkte unterstützt du die Landwirte. Du kaufst keine Transportmeilen mit und hast das gute Gefühl, die Herkunft deines Essen zu kennen. Frische saisonale Sachen müssen zum einen nicht im Treibhaus wachsen, zum anderen schmecken sie auch herrlich. Die Öko-Landwirtschaft verwendet keine künstlichen Pestizide und Düngemittel, die nicht nur im Boden und Wasser, sondern am Ende auch auf deinem Teller enden könnten. Mit einer teilweise oder komplett vegetarischen und veganen Ernährung kannst du nicht nur ein Statement gegen die Massentierhaltung setzen, sondern auch CO2 einsparen. Wenn du auf fair gehandelte Ware achtest, unterstützt du die Menschen auf der anderen Seite der Weltkugel, die dieses Essen erst möglich machen. Der bewusste Kauf nachhaltiger Produkte hat noch einen großen Vorteil: Ihre Verpackung kann oft weniger Plastik enthalten und weniger (oder sogar gar keinen) Müll bedeuten, was auch die Vorkommen wertvoller Ressourcen wie Rohöl schont.

Diagramm

Kohlrabi, Kraftwerk und Klimaschutz

Ernährung macht circa 14 Prozent des CO2-Abdrucks eines Deutschen aus.

Wenn’s um CO2 geht, sprechen wir oft vom Auto. Weniger gegenwärtig ist das Thema Ernährung, die mit circa 14 Prozent vom gesamten CO2-Ausstoß eines Deutschen fast so viel ausmacht wie die Mobilität. In Deutschland gehen rund 1,5 Tonnen pro Person durch die Ernährung auf das jährliche Klima-Konto. Ein Wert, den wir einfach und lecker reduzieren können, um klimaverträglicher zu leben.

Zugegeben, die komplexen Zusammenhänge sind oft schwer nachzuvollziehen, da manches eine lange Kette an Produktionsprozessen mit sich bringt – vor allem aufwendig verarbeitete Produkte. Auch hier spielen Art und Jahreszeit des Anbaus, der Transport, die Lagerung und der ganze Produktionsaufwand eine Rolle.

Die Fleischproduktion etwa verursacht viel CO2, denn für die Herstellung von Fleisch benötigt man nicht nur Weideland für die Tiere, sondern auch Ackerfläche für das Futter. Die Futterpflanzen werden meist in Südamerika angebaut, wo oft Regenwald den Getreide und Sojafeldern weichen muss. So wird vielen Tierarten ihr Lebensraum genommen und ein wichtiger CO2-Speicher zerstört. Aus überdüngten Böden wird Lachgas freigesetzt, das klimaschädlichste Gas der Landwirtschaft. Ein weiterer Aspekt ist das Methan, das die Rinder bei der Verdauung ausstoßen. Das Gas wirkt in der Atmosphäre 21-mal so stark wie CO2. Ganz zu schweigen von den Abgasen, die beim Transport des Futters, des Fleisches und der Tiere entstehen, bis hin zum Energieverbrauch bei der Kühlung und Weiterverarbeitung. Milchprodukte wirken sich ebenso aufs Klima aus. Hier ist der Fettgehalt ein guter Indikator für den CO2-Abdruck: Ungefähr ab 15 Prozent Fettgehalt bedeutet es, hier musste viel Milch für die Produktion verwendet werden, was wiederum schlechter für die Klimabilanz ist.

Willst du noch mehr wissen? Infos zum Thema Ernährung und Klimaschutz findest du in der Klimagourmetbroschüre. Übringens: Der CO2-Fußabdruck von Lebensmitteln wird in CO2-Äquivalenten angegeben, da auch andere Gase wie Methan und Lachgas auf die Klimabilanz einwirken.