Klimagourmet hat folgende Ziele:

Locations und Initiativen vorstellen

Frankfurt Rhein-Main hat eine Menge zu bieten, wenn es um klimafreundliche und nachhaltige, vegetarische und vegane, regionale, saisonale und faire Ernährung geht.

Gegenüber eröffnet ein süßes Café, mittendrin gibt’s ein Urban-Gardening-Projekt und dass der Leiter einer bekannten Restaurantfiliale sein Angebot aus der Region bezieht, wissen vielleicht die wenigsten. Das ändert sich mit Klimagourmet: Bei der Klimagourmet-Woche präsentieren sich engagierte MacherInnen. Diese Website soll eine Anlaufstelle sein, damit Interessiert digital nachschlagen und analog erleben können. Je mehr mitmachen und schöne Entdeckungen melden, desto besser. Schreib bzw. schreiben Sie uns: saghallo@klimagourmet.de

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Das Netzwerk stärken

Im Rhein-Main-Gebiet tummeln sich Menschen, die sich eine hohe Lebensqualität in einer schönen Umwelt wünschen und etwas dafür tun.

Diesen Menschen – ob in Unternehmen, Initiativen oder als InhaberInnen junger Geschäftsideen – will Klimagourmet eine Brücke und professionelle Präsentationsfläche sein. Gemeinsam realisieren Klimagourmets den digitalen und analogen Netzwerkgedanken, in dem man einander motiviert, unterstützt, profitiert und inspiriert. Vielleicht sogar über die Grenzen der Region hinaus. Bei Netzwerktreffen und der Klimagourmet-Woche können Gleichgesinnte sich kennenlernen. Hier gehts zu den Mitgliedern des Netzwerks.

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Über Zusammenhänge aufklären

Dein Essen kann nicht sprechen, aber es kann erzählen.

Klimagourmet erzählt ganz unterschiedliche Geschichten. Manche reichen bis in den Regenwald. Andere handeln von der Nachbarschaft und von Menschen, die mit Hingabe dafür sorgen, dass leckere Sachen auf dem Teller landen. Begonnen bei der Bereitstellung des Landes und beim Anbau, über die Produktion, den Transport, die Lagerung, die Weiterverarbeitung bis hin zum Handel, zur Verpackung und Zubereitung – all diese Prozesse spielen eine Rolle für die Ökobilanz.

Die Ziele einer bewussten, nachhaltigen Ernährungsweise sind vielseitig: Es geht um das Wohl von wilden Tieren und Nutztieren. Landwirte und Länder, die vom Agrarwesen leben, sollen ihre Lebensgrundlage haben. Der Erhalt der Arten- und Pflanzenvielfalt ist wichtig für unser Ökosystem, was wiederum einen fruchtbaren Boden braucht. Die Produktionsgeschichte deines Essens hat auch etwas mit dem Verbrauch von endlichen und knappen Ressourcen zu tun wie Kohle, Öl oder Wasser, die es zu sparen gilt. Und Essen hat wie alles, was produziert wird, einen CO2-Fußadruck. Nicht zuletzt geht es um die Gesundheit, die Freude am Essen und seiner Geschichte. Es gilt, je kürzer die Produktionskette, desto besser.

Aber eines haben alle Geschichten gemeinsam: Sie beeinflussen das Leben künftiger Generationen.

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Zum Handeln motivieren

Wer auf seine Ernährung achtet, tut schon viel.

Der einzelne kann viel erreichen. Der Kauf regionaler Produkte unterstützt die Landwirte. Man kauft keine Transportmeilen mit und hat das gute Gefühl, die Herkunft des Essen zu kennen. Frische saisonale Sachen müssen zum einen nicht im Treibhaus wachsen, zum anderen schmecken sie auch herrlich. Die Öko-Landwirtschaft verwendet keine künstlichen Pestizide und Düngemittel, die nicht nur im Boden und Wasser, sondern am Ende auch auf deinem Teller enden könnten. Eine teilweise oder komplett vegetarische und vegane Ernährung setzt nicht nur ein Statement gegen die Massentierhaltung, sondern spart auch CO2. Wer auf fair gehandelte Ware achtet, unterstützt die Menschen auf der anderen Seite der Weltkugel, die dieses Essen erst möglich machen.

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Und noch mehr CO2

Ernährung macht circa 14 Prozent des CO2-Abdrucks einer bzw. eines Deutschen aus.

In Deutschland gehen rund 1,5 Tonnen pro Person durch die Ernährung auf das jährliche Klima-Konto. Ein Wert, den wir einfach und lecker reduzieren können, um klimaverträglicher zu leben.

Zugegeben, die komplexen Zusammenhänge sind oft schwer nachzuvollziehen, da manches eine lange Kette an Produktionsprozessen mit sich bringt – vor allem aufwendig verarbeitete Produkte. Auch hier spielen Art und Jahreszeit des Anbaus, der Transport, die Lagerung und der Produktionsaufwand eine Rolle.

Die Fleischproduktion etwa verursacht viel CO2, denn für die Herstellung von Fleisch braucht man nicht nur Weideland für die Tiere, sondern auch Ackerfläche für das Futter. Die Futterpflanzen werden meist in Südamerika angebaut, wo oft Regenwald den Getreide und Sojafeldern weichen muss. So wird vielen Tierarten ihr Lebensraum genommen und ein wichtiger CO2-Speicher zerstört. Aus überdüngten Böden wird Lachgas freigesetzt, das klimaschädlichste Gas der Landwirtschaft. Ein weiterer Aspekt ist das Methan, das die Rinder bei der Verdauung ausstoßen. Das Gas wirkt in der Atmosphäre 21-mal so stark wie CO2. Ganz zu schweigen von den Abgasen, die beim Transport des Futters, des Fleisches und der Tiere entstehen, bis hin zum Energieverbrauch bei der Kühlung und Weiterverarbeitung. Milchprodukte wirken sich ebenso aufs Klima aus. Hier ist der Fettgehalt ein guter Indikator für den CO2-Abdruck: Ungefähr ab 15 Prozent Fettgehalt bedeutet es, hier musste viel Milch für die Produktion verwendet werden, was wiederum schlechter für die Klimabilanz ist.

Willst du/wollen Sie noch mehr wissen? Infos zum Thema Ernährung und Klimaschutz liefert die Klimagourmet-Broschüre. Übringens: Der CO2-Fußabdruck von Lebensmitteln wird in CO2-Äquivalenten angegeben, da auch andere Gase wie Methan und Lachgas auf die Klimabilanz einwirken.